Von Paris nach Rom: Die bewegende Freundschaft zwischen Lily Collins und Ashley Park in "Emily in Paris"

Die fünfte Staffel der Netflix-Erfolgsserie "Emily in Paris" ist im Kasten – und Hauptdarstellerin Lily Collins (36) feiert nicht nur den Abschluss der Dreharbeiten, sondern auch ihre besondere Freundschaft mit Co-Star Ashley Park (34). Wie queer.de berichtet, teilte Collins auf Instagram emotionale Worte: "Ein Hoch auf fünf Staffeln voller Freundschaft, aus der echte Schwesternschaft gewachsen ist – Venedig, Paris, Rom, überall ist mein Zuhause, wenn du an meiner Seite bist."

Mehr als nur Serienkolleginnen

Die beiden Schauspielerinnen lernten sich 2019 beim ersten Table Read fĂĽr die Serie kennen und es war Liebe auf den ersten Blick. "Wir saĂźen voneinander abgewandt, drehten uns beide um und dachten: Oh mein Gott, du!", erinnert sich Collins im Interview. Die beiden sprechen heute wie lebenslange Freundinnen und selbst Cast und Crew fragten nach dem ersten Treffen, wie lange sie sich schon kennen wĂĽrden.

Im Interview mit "Harper's Bazaar Arabia" schwärmte Collins 2023: "Es ist ein unglaubliches Gefühl, an diesem Punkt meines Lebens eine Schwester gefunden zu haben." Park erklärte, Collins sei "schon immer eine Freundin und Verbündete" gewesen. Diese besondere Verbindung spiegelt sich auch in den gemeinsamen Fotos wider, die Collins zum Drehschluss teilte – händchenhaltend in bunten Kleidern, lachend beim Entspannen oder jubelnd mit Blumensträußen auf einem Steg in Venedig.

Queere Repräsentation in der Serie

Während "Emily in Paris" für seine glamouröse Darstellung des Pariser Lebens bekannt ist, gibt es auch kritische Stimmen aus der LGBTQ+-Community. Die Idee zur Serie stammt vom schwulen Regisseur und Drehbuchautor Darren Star, der auch für "Sex and the City" verantwortlich war. An der Seite von Hauptfigur Emily gibt es mehrere queere Hauptfiguren, darunter ihr schwuler Kollege Julien und der divenhafte Modemacher Pierre Cadault.

Allerdings wird die Darstellung dieser Charaktere durchaus kontrovers diskutiert. Der Charakter Julien aus "Emily in Paris" ist ein Beispiel dafür, wie seine einzigen Charaktereigenschaften in der ersten Staffel seine Homosexualität und die damit verbundenen Stereotypen sind. Kritiker wünschen sich eine schwule Figur, die mehr als nur ein Stereotyp darstellt und nicht nur am Rand existieren darf.

Die Serie als queeres Phänomen

"Emily in Paris" hat auffallend viele schwule Fans, obwohl die Serie selbst nur wenige authentisch dargestellte queere Charaktere bietet. Wie in Dekaden zuvor sind mögliche Identifikationsfiguren für schwule Männer in den weiblichen Charakteren zu finden. Mindy und Sylvie sind dreidimensionale Figuren mit Makeln und einem verletzlichen Kern, die wissen, was sie wollen. Sie sind sexpositiv, haben Spaß am Leben und sagen offen ihre Meinung.

"Es ist fast so, als hätten sich die Drehbuchschreiber gedacht: Lasst uns ein paar Easter Eggs für die schwulen Zuschauer verstecken", analysiert ein Artikel auf queer.de. Die Serie bietet leichte Unterhaltung und Eskapismus – Qualitäten, die traditionell in der queeren Community geschätzt werden.

Deutsche LGBTQ+-Serien im Vergleich

Während internationale Produktionen wie "Emily in Paris" die deutsche Netflix-Landschaft dominieren, gibt es auch hierzulande Bewegung in der queeren Serienlandschaft. Die Öffentlich-Rechtlichen geben sich sichtlich Mühe, queere Inhalte umzusetzen mit Web- und ZDFneo-Serien wie "Loving Her".

Besonders hervorzuheben ist die ARD-Produktion "Schwarze Früchte", die 2024 als besonders eigenwillige und sehenswerte Serie gelobt wurde. Es geht um Freundschaft und Selbstfindung, Queerness und Schwarzen Alltag in Deutschland, geschaffen von Schöpfer und Hauptdarsteller Lamin Leroy Gibba. Die Serie wurde als noch nie dagewesene queere deutsche Produktion gefeiert.

Was erwartet uns in Staffel 5?

In der neuen Staffel erwarten Emily als frischgebackene Chefin der Agence Grateau Rom sowohl berufliche als auch private Herausforderungen. Doch ausgerechnet als sich alles zum Guten zu wenden scheint, geht eine Arbeitsidee nach hinten los. Die vierte Staffel endete mit Emilys Umzug nach Rom, wo sie nun mit ihrem neuesten Liebhaber Marcello zusammenarbeitet.

Auch für Mindy eröffnen sich nach dem ESC-Debakel neue Chancen – musikalisch wie persönlich. Die fünfte Staffel startet am 18. Dezember 2025 auf Netflix und verspricht sowohl in Paris als auch in Italien spannende neue Abenteuer.

Die Freundschaft zwischen Lily Collins und Ashley Park – sowohl vor als auch hinter der Kamera – bleibt das emotionale Herzstück der Serie. "Wir kamen genau zum richtigen Zeitpunkt in das Leben der anderen, als wir genau diese Art von Freundschaft brauchten", fasst Park ihre besondere Beziehung zusammen. Diese authentische Verbindung macht "Emily in Paris" trotz aller berechtigten Kritik an der Darstellung queerer Charaktere zu einer Serie, die viele Menschen berührt – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung.

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